18.03.2010 Wasser-Gruppe der EAG durch Akquisitionen kräftig gewachsen

Wasser-Gruppe der EAG durch Akquisitionen kräftig gewachsen
Utl.: Für heuer "marginale" Steigerung erwartet

Linz (APA) - Der Umsatz der Wasser-Gruppe der Energie AG Oberösterreich (EAG) ist im Ende September 2009 abgeschlossenen Geschäftsjahr durch Akquisitionen kräftig gewachsen: Von 88 auf 108 Mio. Euro. Für heuer erwarten die beiden Geschäftsführer Christian Hasenleithner und Andreas Neiß eine "marginale Steigerung. Das gaben sie in einer Pressekonferenz am Donnerstag in Linz bekannt.

Das operative Ergebnis betrug zuletzt 4,5 Mio. Euro, heuer soll es "etwas über dem vergangenen" liegen. Das Geschäft mit Wasserdienstleistungen sei ein langfristiges, die Vertragsdauer betrage bis zu 20 Jahre. Das wirke sich auch auf die Margenentwicklung aus, erläuterten die Geschäftsführer.

Die EAG ist erst vor neun Jahren in das Geschäft mit der Wasserversorgung und der Abwasserentsorgung eingestiegen. Zuerst in Oberösterreich, später auch in Tschechien, Ungarn, Slowenien und der Slowakei. Die EAG ist nach eigenen Angaben der führende integrierte Wasserver- und -Entsorger in Österreich, die Nummer 3 am tschechischen Wassermarkt und in Slowenien Marktführer im Bereich Kanaldienstleistungen. Derzeit werden von neun operativen Tochtergesellschaften mit 1.700 Mitarbeitern rund eine Million Menschen mit 50 Mio. Kubikmeter Trinkwasser pro Jahr versorgt. 90 Prozent des Umsatzes werden im Ausland gemacht. Dabei werden die Trinkwasseraufbereitung, die überregionale und lokale -Verteilung, die Abwassersammlung und -Reinigung sowie Dienstleistungen wie Wasserverlustanalysen, Dichtheitsprüfungen, Sanierung von Wasserleitungen und Kanälen übernommen.

Den Kommunen, die per Vertrag ein Outsourcing ihrer Wasserwirtschaft vornehmen, bleibt die Entscheidungskompetenz und Gebührenhoheit. Der Bürgermeister von Sattledt, Gerhard Huber (V), dessen Gemeinde früher das Ortswassernetz selbst betrieben und 2002 die Energie AG Wasser damit beauftragt hatte, erklärte, der Wechsel sei betriebswirtschaftlich ausgeglichen. Die Bürger würden nur die vom Land vorgeschriebenen Mindestgebühren bezahlen, das sei kostendeckend.

Anlässlich des Weltwassertages am 22. März berichtete die Wasser-Gruppe von einem gemeinsamen Hilfsprojekt mit der Caritas und 15 oberösterreichischen Gemeinden in der Demokratischen Republik Kongo. Alle Projektpartner spenden 0,1 Cent pro Kubikmeter gelieferten Wassers. Mit dem aufgebrachten Geld - bis zu 40.000 Euro pro Jahr - sollen bis zum Sommer 2011 desolate Brunnen und Pumpen wieder instand gesetzt werden. Rund 400.000 Menschen können dann mit sauberem Trinkwasser versorgt werden.

zie/eun

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